Interaktionen von Endophyten der Fichte mit phytopathogenen Pilzen

Projektbeschreibung

Endophyten-vermittelte Resistenz ist ein vielversprechendes, aufstrebendes Instrument zur Bekämpfung von ökonomisch wichtigen Pflanzenpathogenen. Der Rostpilz Chrysomyxa rhododendri ist ein ernster Krankheitserreger, der Picea abies in großen Teilen der europäischen Alpen befällt. Die Empfindlichkeit der Fichte gegenüber einer C. rhododendri‐Infektion ist jedoch sehr unterschiedlich, und selbst in Jahren mit schweren Ausbrüchen können einzelne Bäume mit deutlich niedrigerem Infektionsgrad als die umgebenden Bäume beobachtet werden, was auf eine erhöhte Pathogenresistenz schließen lässt. Die zugrundeliegenden Resistenzmechanismen sind nicht bekannt, aber es gibt Hinweise, dass fungizide phenolische Sekundärverbindungen die Wachstumserreger begrenzen können. Endophyten können Resistenz gegen Rostpilze vermitteln, wie für Pinus monticola gezeigt, der von einer weißen Kiefernblister (Cronartium ribicola) betroffen ist.

Eine solide Wissensbasis existiert bereits aufgrund mehrerer vorangegangener Forschungsprojekte, die an der Universität Innsbruck durchgeführt wurden, darunter ein permanentes Krankheitsmonitoring und gut charakterisierte Bäume. Das Picea abies / Chrysomyxa-­‐ Rhododendri-­‐System stellt somit ein ausgezeichnetes Modell dar, um die Wirkung von Endophyten auf Pflanzenresistenzmechanismen zu untersuchen.

Diese Diplomarbeit soll auf diesem Wissen aufbauen und die Erforschung des faszinierenden Themas mikrobieller Interaktionen erweitern. Es sollen endophytische Mikroorganismen isoliert und identifiziert werden, die spezifisch in rostbeständigen Bäumen vorkommen. Die Reinkulturen können dann auf mögliche Mechanismen der induzierten Resistenz getestet werden. Eine Next Generation Sequencing Studie wird parallel an denselben Proben durchgeführt.

Fragestellung

Werden Resistenzen einzelner Fichtenpflanzen gegenüber pathogenen Pilzen durch ihre Endophytischen Organismen verursacht?

Methoden

• Isolieren und Herstellen von Reinkulturen

• Identifikation der isolierten Pilze mit morphologischen, physiologischen und molekularen Methoden (rDNA ITS Barcoding, Vergleiche mit vorhandenen NGS Daten), phylogenetische Analysen

• Austestung antifungaler Effekte ausgewählter Isolate

Kontakt

Betreuer: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Beginn der Arbeit: Herbst 2018

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